Größer werden durch Beinverlängerung

Durch Beinverlängerung ein paar Zentimeter größer werden.

Größer werden mittels einer Operation. Die Beinverlängerung ist eine sehr teure und schmerzhafte Prozedur! Wie genau dieser Eingriff funktioniert und welche Risiken er in sich birgt, werden wir in diesem Artikel beleuchten.

Körpergröße steigern - Operation

Ursprünglich wurden Beinverlängerungen nur aus medizinischen Gründen durchgeführt. Zum Beispiel um zwei unterschiedlich lange Beine auszugleichen. Inzwischen ist das Verfahren soweit fortgeschritten, dass es auch im Bereich der kosmetischen Medizin angewandt wird. Die Nachfrage ist gr0ß. Und die Auswahl an Ärzten sehr überschaubar. Ärzte, die dieses Verfahren anbieten haben Patienten aus aller Welt. Entsprechend teuer ist der Eingriff. Für eine beitseitige Verlängerung der Knochen müssen bis zu 80.000,-€ kalkuliert werden. Abhängig davon, ob Ober- und Unterschenkelknochen, oder nur einer von beiden verlängert werden soll. Also eine sehr kostspielige Methode die Körpergröße zu steigern. Auf einzelne Kostenpunkte möchten wir später nochmal genauer eingehen. Jeder Knochen kann um ca. 8cm verlängert werden. Bei Verlängerung des Ober- und Unterschenkels wurden Patienten auch schon über 20cm gestreckt.

Patienten, die sich zu diesem Eingriff entschließen, benötigen neben dem nötigen Kleingeld auch jede Menge Zeit. Inklusive Nachbehandlung kann es bis zu einem Jahr dauern, bis die Beinverlängerung vollkommen abgeschlossen ist.

 

Ablauf einer Beinverlängerung:

Die inzwischen am häufigsten angewandte Methode ist die Marknageltechnik. Während man früher gern mit dem „Ringfixateur“ arbeitete, wird heute die Marknageltechnik bevorzugt. Bei beiden verfahren wird zunächst Ober- oder Unterschenkelknochen durchtrennt, um ihn anschließend strecken zu können. Der Ringfixateur ist ein Gestell dass das Bein wie ein Käfig umschliesst. Von ihm aus führen zahlreiche Drähte durch Haut und Gewebe direkt zum Knochen. Zieht man nun den Fixateur leicht auseinander, streckt sich der Knochen mit. Die entstehende Lücke an der Bruchstelle füllt sich mit neuem Knochengewebe.

Operation - Beinverlängerung

Da der dieser Metallkäfig jedoch starke Wunden in die Haut des Patienten reißt, wurde er weitestgehend von der Marknageltechnik abgelöst. Dadurch wird auch das Risiko einer Infektion deutlich verringert. Der Marknagel ist ein ca. 25cm langer Stab aus Edelstahl. Er wird über die volle Länge in den Knochen eingeführt, sodass ihn der Knochen komplett umschließt. Nun werden beide Teile des Knochens an dem Marknagel fixiert. Wir erinnern uns, auch bei dieser Technik wird der Knochen zuvor durchtrennt. Der Eingriff erfolgt durch einen kleinen Hauteinschnitt.

Den Marknagel kann man sich wie einen Teleskopstab vorstellen. Er lässt sich also strecken. Dies funktioniert von außen mit Hilfe eines Elektromagneten. Mit ihm lässt sich der Nagel Stück für Stück präzise strecken. Mit diesem Prozess beginnt man ca. 10 Tage nach der Operation. Ca. 1mm pro Tag streckt der Marknagel das Bein. Somit haben Muskel und Sehnen die Möglichkeit sich zu dehnen. Der Knochen bildet sich über den Zeitraum des Verfahrens neu aus.

Größer werden durch Operation

Nach der OP ist ein Krankenhausaufenthalt von ca. sieben Tagen erforderlich. Darauf folgen dann physiotherapeutische Maßnahmen. Auch regelmäßige Röntgenkontrollen gehören zum Verlauf der Nachbehandlung.

Der Patient kann nach der Operation die Beine wieder Teilbelasten. Das Laufen mit Gehhilfen ist in der Regel möglich. Zur vollen Belastung kann nach Abschluss des Streckprozesses übergegangen werden. Dies setzt natürlich voraus, dass alle Kontrolluntersuchungen mit gutem Ergebnis abgeschlossen wurden. Die anschließende Krankengymnastik sorgt für Rückgewinnung der Mobilität.

Das Entfernen des Nagels nach der Operation ist nicht zwingend erforderlich. In den meisten Fällen wird er jedoch nach ca. 2 Jahren wieder rausgenommen. Nach der Operation ist ein Krankenhausaufenthalt von ca. 3 Tagen nötig.

 

Dieses Video zeigt den kompletten Vorgang:

 

Risiken der Beinverlängerung:

Selbstverständlich birgt eine solche Operation auch einige Risiken. Dazu gehören u.a. die allgemeinen Operationsrisiken. Das sind zum Beispiel: Verletzungen von Nerven und Gefäßen, Infektionen, Wundheilstörungen oder Bildung und Verschleppung eines Blutgerinnsels (Thrombose/Embolie).

Hinzu kommen natürlich die spezifischen Operationsrisiken einer Beinverlängerung. Bei der Marknageltechnik kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Vorzeitige Knochenheilung (in diesem Fall ist das erneute Durchtrennen des Knochens erforderlich)
  • Zu schnelle Verlängerung (Behandlung durch vermehrte Entlastung, ggfs. durch Anbringen eines einseitigen Fixateur)
  • Verzögerte oder ausbleibende Kallusregeneratbildung (Kann durch Einbringen von körpereigenem Schwammknochen aus dem Beckenkamm behandelt werden)
  • Gelenkkontrakturen (Behandlung durch intensive Krankengymnastik oder ggfs. mittels einer Weichteiloperation)
  • Beinlängendifferenz oder Achsenfehler (Behebung durch operativer Korrektur)

 

Kosten einer Beinverlängerung:

Wie wir es in der Einleitung bereits erwähnten, kostet solch ein Eingriff zwischen ca. 40.000 und 80.000,-€. Da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt, trägt der Patient die Kosten allein. Der hohe Preis liegt nicht nur an der Komplexität des Verfahrens, sondern auch an der Aufwendigen Nachbehandlung. Hinzu kommt eine recht hohe Nachfrage bei überschaubarem Angebot an Ärzten. Auf die Kriterien zur richtigen Arztwahl kommen wir gleich zurück.

Der Preis beinhaltet folgende Kosten:

  • Den Krankenhausaufenthalt von ca. einer Woche für die Verlängerungsoperation und von ca. 3 Tagen für die Entfernung der Nägel
  • Die Operationskosten für das Einsetzen und das Entfernen der Nägel
  • Kosten für die Anystesie
  • Ärztliche Behandlungskosten z.B. Internist und Radiologie
  • Krankengymnastik während des Krankenhausaufenthaltes
  • Komplette Nachbehandlung inkl. Untersuchungen

Folgende Kosten sind nicht im Preis inbegriffen:

  • Krankengymnastik nach dem Krankenhausaufenthalt
  • Sämtliche Fahrt- und Reisekosten
  • Kosten für Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Gehstützen

Besteht die Möglichkeit einer Beteiligung der Krankenkasse? – Private- und auch gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich nur bei medizinischer Notwendigkeit. In diesem Fall entweder Unfallbedingt, oder wegen angeborener Längendifferenz der Beine.

Eine Kostenbeteiligung seitens der Kassen ist in diesem Fall nur bei Vorlage eine psychiatrischen Gutachtens möglich. Dieses Dokument muss belegen, dass eine starke psychische Belastung oder Erkrankung aus der Beinlänge hervorgeht.

 

Die Wahl des richtigen Arztes:

Ein sehr wichtiger Punkt ist natürlich auch, welche Ärzte für diesen Eingriff in Betracht kommen. Prinzipiell ist für diese Behandlung ein Facharzt für plastische Chirurgie der richtige Ansprechpartner. Es sollte ein renommierter Facharzt für Beinverlängerungen aufgesucht werden. Hier ist die praktische Erfahrung des Arztes besonders wichtig.

 

Fazit:

Die Beinverlängerung ist bei weitem die drastischste Variante seine eigene Körpergröße zu steigern. Hoher Kostenaufwand und die verhältnismäßig lange Genesungszeit sprechen dagegen.

Wer jedoch finanziell unabhängig ist, und auch zeitlich nicht limitiert ist, findet mit dieser Operation eine gute Permanentlösung für sein emotionales Problem. Auch die Risiken des Eingriffs sind verhältnismäßig gering.

 

Alternativen zur Beinverlängerung:

Für jeden, dem eine operative Verlängerung der Beine etwas zu radikal ist, bieten sich folgende Alternativmöglichkeiten:

  1. Durch eine verbesserte Körperhaltung gewinnt man schnell ein paar cm. Von Haltungsschäden betroffene Personen wissen oft gar nix von ihrem Problem. In unserem Artikel Übungen zum größer werden gehen wir intensiv auf dieses Thema ein.
  2. Besonders ab dem Alter von 35 Jahren kann das regelmäßige Strecken der Wirbelsäule zur Steigerung der Körpergröße führen. Wie das genau funktioniert erklären wir in diesem Artikel.

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